UMFRAGEN - DIE BASIS FÜR DIE MEINUNGSFORSCHER

Fragetechniken

Bei den geschlossenen Fragen (definiert als Einfach-Auswahl Fragen oder als Mehrfach-Auswahl Fragen („Multiple-Choice“, „Multi-Punch“) gibt es nur eine bestimmte Auswahl genau vorgegebener Antwortmöglichkeiten, sie lassen sich daher eher bei quantitativen Umfragen einsetzen. Die Antwortmöglichkeiten werden bei dieser Vorgehensweise daher oft vorgelesen.

Bei den offenen Fragen hingegen hat der Befragte die Möglichkeit, vollkommen frei zu antworten.

Durch Skala-Fragen wird ein Kriterium beispielsweise anhand einer Punkteskala bewertet, oftmals von 1 bis 10. So können die Produkte besser verglichen werden.

Projektive Fragen sind dazu da, eventuelle Hemmnisse seitens der Befragten zu überwinden. Dies funktioniert dadurch, dass die Fragen nicht direkt auf seine Person abzielen (sondern auf jemand anderen oder die Allgemeinheit).

Perspektivische Fragen sollen eine hypothetische Situation erzeugen („würden Sie…“) in der Absicht, das zukünftige Handeln vorhersagen zu können – allerdings sollte die Aussagekraft bzw. Verlässlichkeit perspektivischer Fragen mit Vorsicht genossen werden.

Einleitende Screening (Vorauswahl)-Fragen sollen diejenigen Personen heraus filtern, die die Kriterien für die eigentliche Befragung erfüllen.

Die Daten bei qualitativen Studien werden anhand schriftlicher Kommentare mit unterstützenden Bildern ausgewertet; Interviews werden dabei auf Tonband/Video dokumentiert.

Die Auswertung einer quantitativen Studie dagegen erfolgt anhand eines Tabellenbands (Kreuztabellen) und optionalen Grafiken.

Stichproben werden gemacht, wenn keine Vollerhebung geplant ist - die repräsentativen Stichproben stellen ein verkleinertes Abbild der Gesamtheit dar bezüglich der zu untersuchenden Eigenschaften.

Das Quota-Verfahren gibt die Stichprobe durch die Anzahl von Personen mit bestimmten Merkmalen vor und b eim Random-Verfahren findet die Auswahl der Personen aus der Grundgesamtheit rein zufällig statt. Die Größe einer repräsentativen Stichprobe sollte allerdings immer im Verhältnis zur Größe der Gesamtheit stehen. Das Random-Quota Verfahren wird am meisten verwendet, innerhalb vorgegebener Quoten werden zufällig Stichproben gemacht.

Als Vertrauensbereich eines Messwertes in einer Random-Stichprobe gilt der Bereich, in dem das wahre Ergebnis mit 2 sigma (95.5%) Wahrscheinlichkeit liegt. Der Begriff „Six Sigma“ kommt aus dem Bereich der Statistik und die Zahl 6 soll dabei den Zielgrenzwert (die beabsichtigte Genauigkeit oder Toleranz) der Standardabweichung Sigma definieren. „Six Sigma“ wird im Bereich des Qualitätsmanagements eingesetzt um einen möglichst fehlerfreien Ablauf des Geschäftsprozesses zu erreichen.

 

Struktur eines Fragebogens

1. Einleitungsfragen (denn sie stimmen den Befragten langsam auf das Thema ein und sollen die Gesprächigkeit fördern)

2. Kernfragen (sie erfassen das zentrale Thema der Befragung)

3. Fragen zur Person, Ausklang des Gesprächs mit soziodemographischen Angaben (wie z.B. Wohnort, Alter, Geschlecht, Einkommensklasse usw.) zur Person

4. Filterfragen, Kontroll- und Plausibilitätsfragen (sie sollen der Steuerung, Objektivität und Zuverlässigkeit des Interviews dienen und können überall eingestreut werden. Bei einer quantitativen Umfrage sollte ein standardisierter Fragebogen benutzt werden, d.h. sowohl Fragen als auch Antwortmöglichkeiten sind bis auf den Wortlaut genau festgelegt)